Perspektiven
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Wohin geht's - wohin soll es gehen? "Freisein für" statt "Freisein von" In unerer Kultur ist das "Freisein von" ein allgegenwärtig gestaltendes Prinzip (1) Das heißt auf die Wissenschaft bezogen z.B.: Freisein von Widersprüchen! Das Paradoxe ist nach diesem Prinzip eine Merkwürdigkeit von vorübergehender Natur, die uns nur täuscht und sich durch eine exakte Zerlegung auflösen lässt. Und im Weiteren heißt es: Das Unbekannte wird auf das Bekannte zurückgeführt, so dass Einstein Recht behält, wenn er sagt: "Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen". "Freisein für", so lautet die Devise (1) Auf die Wissenschaft übertragen bedeutet das allgemein: Wir suchen ein Staunen herzustellen, also etwas zu finden, was wir nicht erwartet haben (Verstehen ist Verdrehen). Und im Weiteren: Die Widersprüche in den Paradoxien werden nicht mehr als eine Verstehens-Grenze angesehen. Im Gegenteil: wenn wir sie als Grundmotivation von Entwicklung nehmen, werden sie uns beim Verstehen helfen und nachvollziehbar machen, warum die Entwicklung im Konkreten und im Allgemeinen nicht stillstehen kann. "Freisein für" heißt offen sein für die prinzipiell nicht vorhersagbaren Wendungen einer Entwicklung. Freisein hat dann etwas von einer Hingabe - das Unliebsame nehmen wir in gewisser Weise mit in Kauf. |
