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Forschung und ihre Einbindung

  1. Forschung und Lehre bilden in der Universität eine Einheit. Die Forschung wird durch die Lehre herausgefordert, ihre Zusammenhänge auf Stimmigkeit und Unverstandenes hin zu prüfen.
  2. Die Forschung kann aber auch Produktforschung sein und mit der Industrie zusammenarbeiten. Durch die enge Verbindung zur Anwendung, können oft besonders mutige Schritte gemacht werden, weil man auf eine starke Lobby rechnen kann. Das findet in den Forschungsinstituten von größeren Unternehmen statt.
  3. Forschung kann sich auch mit dem Bereich der anspruchsvollen Unterhaltung verbinden. Wissenschaftsmagazine z.B. und ähnliche Verbindungen mit den Medien fordern die Forschung dazu heraus, auf ein Staunen hin zu arbeiten, und das Unerwartete in den Dingen, welche die Wissenschaft unter die Lupe nimmt, herauszuarbeiten.
  4. Nicht zuletzt braucht die Forschung auch einen Raum, in dem sich ihre eigenen Fragen eine gewisse Zuspitzung und Verselbständigung erlauben dürfen, statt sich von anfang an mit den Interessen und Brechungen anderer Zusammenhänge auseinandersetzen zu müssen. Ein solches Arbeiten finden wir oft in gemeinnützigen und einer bestimmten Grundlagenforschung verpflichteten Forschungsinstituten statt.

Bildanalytischem Denken ist es wichtig, der eigenen Forschung einen Entwicklungsraum
in den vier oben genannten Richtungen oder Dimensionen einzurichten ("3+1").

  1. Das Ausbildungsinstitut des PSF e.V. Wissenschaftliche Gesellschaft für Bildanalytische Psychologie und Psychotherapie steht für einen Austausch in der Dimension "Lehre"
  2. Der Fach- und Berurfsverband GET e.V. steht für einen Austausch in der Dimension (berufsbezogener) "Anwendung".
  3. Die Fachzeitschrift „Entwicklungstherapie" steht für einen Austausch in der Dimension "Medienwelt" (Staunen)
  4. Die Arbeitsgemeinschaft 'Bildanalytische Forschung' * stellt zuletzt einen Raum zur Verfügung, in welchem sich das Bildanalytische Denken immer wieder zu einem gleichsam zweckfreien Forschen zurückziehen kann.

Eine solche, den angesprochenen Richtungen (Dimensionen, "3+1") folgende Mehrfach-Einbindung, will dem Wissen um die seelische Komplexität Rechnung tragen und es für die Weiterentwicklung des Bildanalytischen Denkens fruchtbar machen. Dafür setzt sich Werner Mikus seit mehr als zwanzig Jahren ein.

*) Arbeitsgemeinschaft 'Bildanalytische Forschung' GbR, c/o Anne Arndt, Holunderweg 3, 50827 Köln

 



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